# tonatom.003
mini-cd / free download set von 4 tracks + artwork
elektr@ - zwischen programmmusik und kopfkino
spätestens nach dieser e.p. werden rufe laut werden, die fsk-einstufungen auch für instrumentale musik fordern. zu klar sind die bilder, die der titeltrack "die loreley" transportiert, als dass er unter 16 jahren gehört werden dürfte: zu verführerisch der gesang der loreley, zu brutal der untergang ihrer opfer.
sabine "elektr@" dirksen präsentiert mit ihrem exklusiven tonAtom-release "die loreley" gute 15 minuten reinstes kopfkino, jedes wort wäre zu viel, ausser: die cd ins wohnzimmer mitnehmen, licht aus, kerze an, entspannt in den sessel und 15 minuten auf die reise gehen. und hinterher auf "repeat" drücken... (matthias reinwarth)
triptychon

01#10:35 Rhythm Of Hope (Woher Wir Kommen)
02#08:18 On Top Of The Wormsphere (Wer Wir Sind)
03#11:20 Cycles Of Manitou (Wohin Wir Gehen)
04-08# Bonus: Die besten Tracks von endoskop
09#05:30 Danse RMX (Red Sparrow)
TT#62:26
erster offizieller elektr@ release bei:
ElectroChemicalResearch
Wolfgang Schreck, www.noisemail.com
erschienen als 8. und letzte cd in einer serie (wellpapp) zeitgenössischer elektronik.
das label hat leider seine zeitgenossen nicht überlebt und existiert nicht mehr. schade!
ECR BN565
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Frauen in der Elektronikszene? Gibt es die überhaupt? Schon? Auch solche, die mit ihrem radikalen Verlangen nach so erlesenen Dingen wie analogen Drehreglern ihren Steffi-Corsa verkaufen, ihre Karriere an den Nagel hängen, sich tagelang im sonnenlichtlosen Homestudio einschliessen und -- "Liebling" zu ihrem Prophet 600 sagen?
Gibt es nicht? Doch. Gibt es:
Sabine Dirksen aka elektr@, eine Ex-Rheinländerin aus dem Allgäu, die mit ihrem 3. Projekt "triptychon" in eine der letzten Männerdomänen eingebrochen ist: elektronische Instrumentalmusik.
Wer jetzt glaubt, es handele sich bei elektr@ um Softambient oder gar Newage-Geflöte, der irrt.
Hat nicht zuletzt der Altmeister elektronischer Klangkritik, Albrecht Piltz von der Zeitschrift KEYBOARDS, mit einer stürmischen Rezension ihrer letzten CD-R "endoskop" bescheinigt, daß diese Frau "die Faust benutzt", zumindest wenn es um Musik geht.
Nicht genug, dass es ihm den Titel "CD des Monats" im electrodrom der KEYBOARDS 04/2000 wert war, wo er elektr@ mit dem "Resultat eines Kräftemessens zwischen Tangerine Dream und CAN" vergleicht, er hat sogar ihrem nächsten Projekt "triptychon" seine radiotaugliche Stimme zum Samplen freigegeben!
Also, man(n) darf gespannt sein auf den neuen "Faustschlag" einer Frau, die sich mit hypnotischen Rhythmusminimals, kosmischen Synthipads, analognackten Sololinien und Samplingsequencen aus Chören, schreinenden Massenszenen und religiös anmutenden (aber unpathetisch gesprochenen!) Textpassagen, einen Platz in unserer Serie zeitgenössischen elektronischen Schaffens erobert hat. (Wolfgang Schreck, Köln 2001)